MDR in Bericht über kleine Parteien: MLPD
Die 1982 gegründete MLPD versteht sich als "echte sozialistische" Alternative im Parteien-Spektrum. Die Partei ist bundesweit in über 450 Städten vertreten. Vom Bundesamt für Verfassungsschutz wird sie als linksextremistisch eingestuft. Seit 2008 sind die MLPD-Mitglieder der Länder Thüringen, Sachsen und Sachen-Anhalt im Landesverband Elbe-Saale organisiert. Spitzenkandidatin für Sachsen-Anhalt ist die 53-jährige Verkäuferin Monika Kuske aus Magdeburg. Sie war schon bei der Landtagswahl 2006 dabei. Damals erzielte die MLPD 0,4 Prozent.
Die MLPD fordert eine grundlegende Gesellschaftsreform mit dem Ziel des Sozialismus. Als "geistige Väter" sieht sie neben Marx, Engels und Lenin auch Stalin und Mao. Aus Sicht der MLPD wurde der "echte Sozialismus" durch die 1956 in der Sowjetunion eingeleitete Entstalinisierungspolitik unter Chruschtschow verraten und der Kapitalismus restauriert. Auch in der DDR sei man diesem Kurs gefolgt. Deshalb sei der real existierende DDR-Sozialismus nur ein "Kapitalismus anderen Typs" gewesen.
Zu den konkreten Zielen auf dem Weg zum "echten Sozialismus" gehört für die MLPD die demokratische Kontrolle aller Entscheidungsträger. So sollen diese auch zwischen den Wahlen abwählbar sein. Gefordert werden außerdem die Abschaffung von Hartz IV, gleiche Löhne in Ost und West, ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde, die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und ein bundesweites Verbot aller "faschistischen Organisationen"."
Quelle: MDR
